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MCP · 7 Min.

MCP-Server-Liste: Die wichtigsten Server im Überblick

Die verlässlichsten MCP-Server kommen aus drei Quellen: den offiziellen Referenz-Servern im Repository modelcontextprotocol/servers (Filesystem, Git, Fetch, Memory), den Servern großer Anbieter wie GitHub und Microsoft — und wenigen etablierten Community-Projekten wie Context7. Diese Liste führt die wichtigsten mit Link und ehrlicher Einordnung auf.

Was gehört in eine gute MCP-Server-Auswahl?

Es gibt inzwischen tausende MCP-Server — die Masse ist das Problem, nicht die Lösung. Ein MCP-Server läuft mit den Rechten, die du ihm gibst, deshalb zählen bei der Auswahl drei Dinge: Wer pflegt den Server? Wie aktiv ist das Repository? Und braucht dein Workflow ihn wirklich? Die folgende Liste ist bewusst kurz und beschränkt sich auf Server, deren Herkunft eindeutig ist. Was ein MCP-Server technisch macht, erklärt Was ist ein MCP-Server?

Welche Server sind die offiziellen Referenzen?

Diese Server liegen im offiziellen Repository modelcontextprotocol/servers und werden vom MCP-Projekt selbst gepflegt. Sie sind als Referenz-Implementierungen gedacht — schlicht, aber zuverlässig:

  • Filesystem — Dateien lesen, schreiben und durchsuchen, begrenzt auf Verzeichnisse, die du explizit freigibst. Der Klassiker für lokale Arbeit.
  • Git — Repositories lesen und durchsuchen: Commits, Diffs, Branches. Praktisch, wenn der Agent Code-Historie verstehen soll.
  • Fetch — Webseiten abrufen und in agentenfreundliches Markdown umwandeln.
  • Memory — ein persistentes Gedächtnis auf Basis eines Wissensgraphen: Der Agent merkt sich Fakten über Sessions hinweg.
  • Sequential Thinking — strukturiert komplexe Probleme in nachvollziehbare Denkschritte.
  • Time — Zeit- und Zeitzonen-Umrechnung; klein, aber in Automationen oft nötig.

Für den Einstieg reichen meist Filesystem und Fetch — beide sind in wenigen Minuten eingerichtet und sofort im Alltag nützlich.

Welche Server kommen von großen Anbietern?

Mehrere Hersteller betreiben eigene, offizielle MCP-Server für ihre Produkte — meist die bessere Wahl gegenüber inoffiziellen Anbindungen, weil sie mit dem Produkt selbst weiterentwickelt werden:

  • GitHub MCP Server (github/github-mcp-server) — der offizielle Server von GitHub selbst: Issues, Pull Requests, Repositories, Actions. Für Entwickler-Workflows der wichtigste Server überhaupt.
  • Playwright MCP (microsoft/playwright-mcp) — Browser-Automatisierung von Microsoft: Der Agent bedient echte Webseiten über den Accessibility-Tree — die strukturierte Beschreibung einer Seite, die sonst Screenreader nutzen —, füllt Formulare aus und macht Screenshots.

Welche Community-Server haben sich bewährt?

  • Context7 (upstash/context7) — liefert aktuelle, versionsgenaue Dokumentation von Bibliotheken und Frameworks direkt in den Kontext des Agents. Löst ein reales Alltagsproblem: Sprachmodelle kennen aus dem Training oft veraltete API-Stände und schreiben dann Code gegen Schnittstellen, die es so nicht mehr gibt.

Daneben existieren viele weitere seriöse Server — etwa von Datenbank- und Cloud-Anbietern für ihre eigenen Produkte. Prüfe im Zweifel, ob der Server im offiziellen Repository verlinkt ist oder direkt vom Hersteller des Dienstes stammt.

Bewusst nicht in dieser Liste: die unzähligen Wrapper-Server, die lediglich ein öffentliches API eins zu eins durchreichen. Sie funktionieren oft, bringen aber wenig Mehrwert gegenüber einem direkten API-Aufruf — und jeder zusätzliche Server kostet Kontext und Vertrauen.

Warum ist bei archivierten und unbekannten Servern Vorsicht angebracht?

Einige der bekanntesten frühen Server sind heute Geschichte: Die Referenz-Implementierungen für Slack, Postgres, Puppeteer und GitHub wurden ins Archiv (modelcontextprotocol/servers-archived) verschoben und erhalten keine Updates mehr — Stand Juli 2026. Wenn dir ein Tutorial einen dieser Server empfiehlt, suche zuerst nach dem offiziellen Nachfolger des jeweiligen Anbieters.

Bei Servern unbekannter Herkunft gilt dieselbe Regel wie bei Skills: Code lesen oder es lassen. Ein bösartiger MCP-Server kann alles, was seine Rechte hergeben — und anders als ein Skill läuft er dauerhaft als eigener Prozess auf deinem Rechner.

Reicht vielleicht auch ein Skill?

Nicht jede Aufgabe braucht einen laufenden Server. Wenn es dir um Arbeitsweise statt Zugang geht — Code-Standards, Dokumenterstellung, Review-Regeln — ist ein Agent Skill die leichtere Lösung: eine Markdown-Datei statt eines Prozesses. Die Entscheidungshilfe dazu: MCP-Server vs. Skills. Und wer selbst einen Server bauen will, startet mit MCP-Server erstellen.


FAQ

Häufige Fragen

Wo finde ich noch mehr MCP-Server?
Das offizielle Repository modelcontextprotocol/servers auf GitHub verlinkt neben den Referenz-Servern hunderte Community- und Hersteller-Server. Daneben existieren Verzeichnisse wie mcp.so und mcpservers.org — dort gilt wie überall: Quelle und Pflegezustand vor der Installation prüfen.
Sind alle MCP-Server kostenlos?
Die hier gelisteten Server sind Open Source und kostenlos nutzbar. Kosten können durch den angebundenen Dienst entstehen — etwa GitHub-API-Limits oder gebührenpflichtige Datenbanken. Der Server selbst ist fast immer nur die Brücke.
Wie viele MCP-Server sollte ich gleichzeitig aktivieren?
So wenige wie möglich. Jeder Server bringt Tool-Beschreibungen mit, die Kontext im Agent belegen — zu viele Server machen den Agent langsamer und unpräziser. Bewährt hat sich, nur die Server zu aktivieren, die zum aktuellen Projekt gehören.
Was ist mit den bekannten Servern für Slack oder Postgres?
Mehrere frühe Referenz-Server — darunter Slack, Postgres und Puppeteer — wurden ins Archiv-Repository modelcontextprotocol/servers-archived verschoben und werden dort nicht mehr gepflegt (Stand Juli 2026). Für viele davon gibt es Nachfolger von den Herstellern selbst oder aus der Community.
Funktionieren diese Server nur mit Claude?
Nein. MCP ist ein offener Standard — die gelisteten Server funktionieren mit jedem MCP-fähigen Client, darunter Claude Code, Claude Desktop, Cursor und weitere Agents.

Weiterlesen: Was ist ein MCP-Server? Einfach erklärt · MCP-Server erstellen: Der Einstieg